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Stand der Sanierung seit 5/2007 Drucken E-Mail


Sanierung von ca. 300qm Wohnraum 1.OG Kornhaus bis August 2007

Dieser Bereich wird seit dem von Familie Koenitz bewohnt.

Freilegung und Restaurierung eines 300qm großen Saals 2.OG Kornhaus

Der zuletzt als Turnraum genutzte Saal wurde durch Fußbodenaufbau, Abhängen der Decke und Einziehen zahlreicher Trennwände unkenntlich gemacht. In der DDR war hier eine Unterkunft für Vietnamesen und später die Schlossherberge entstanden.
Nach umfangreichem Rückbau und Restaurierung 2008 kann der Saal nun als Konzert- und Veranstaltungsraum bzw. als Galerie genutzt werden.

Schaffung einer dem Saal angegliederten Gästewohnung und eines Arbeitsbereiches

Neben dem Saal entstanden zwei Doppelzimmer für Gäste des Schlosses, eine Küche, ein Bad und eine Toilette sowie drei Arbeitszimmer des Antiquariates Koenitz bis Ende 2008.

Museumsumbau und Einrichtung einer Cafeteria im Erdgeschoß Fürstenflügel (1. Bauabschnitt 2008, 2. Bauabschnitt 2009)

Dieser Bereich wird von der Gemeinde gemietet und bewirtschaftet einschließlich Kräutergarten. Hier ist das Aktivmuseum untergebracht. Die Basilika und der zuführende Teil des Mönchsgartens sind Gemeindeeigentum, dort finden Hochzeiten u.a. Feierlichkeiten, Konzerte und Ausstellungen statt.

Aussenanlagen

Im Zuge der Sanierung wurde die Südseite des Kornhauses trockengelegt sowie ein Teil der Mauer Richtung Ortsmitte. Die gesamte Dachentwässerung und Abwasserverrohrung des Kornhauses wurde neu verlegt. Ein Teil des mit Rasengittersteinen versiegelten Areals vor dem Kornhaus wurde wieder als Garten umgenutzt.  Die ausufernden Linden wurden verschnitten, um mehr Licht ins Schloss zu lassen. Ein verschüttetes Gewölbe im Westen des Geländes wurde zugänglich gemacht. Der Schlossteich wurde entschlammt.

Sonstiges

Für den Besucher verborgen bleiben die behördlich geforderten umfangreichen Planungsarbeiten, die leider einen gewaltigen finanziellen und zeitlichen Aufwand bedeuten. So musste das Hauptgebäude des Schlosskomplexes neu vermessen werden. Ein detailliertes Raumbuch mit Fotodokumentation wurde erstellt und ein Gesamtnutzungs- und Sanierungskonzept eingereicht, nur so erscheint eine Förderung aussichtsreich. Natürlich waren und sind für jeden Bauabschnitt die entsprechenden Bauanträge nötig.  Die Planungsarbeiten wurden zum Großteil vom Architekturbüro „Die Bauhütte“ Formann, Nobis, Danz – Partner, weiterhin vom Architekturbüro Lehrmann & Partner und vom Ingenieurbüro Schuster ausgeführt.
Weiterhin erfolgte 2009 eine Dachstuhlreparatur im Bereich des Fürstenflügels. Das 1994 gedeckte Dach hatte doch einige nicht unerhebliche Schönheitsmängel, die erst auf den zweiten Blick sichtbar wurden.

Zahlreiche Fenster konnten aufgearbeitet, einige mussten erneuert werden.

Notsicherungskonzept für 2009 und 2010

Der Fürstenflügel im Schloss Herrenbreitungen zeigt schwere baukonstruktive Schäden. Zahlreiche baukonstruktive Details sind verdeckt oder drohen unwiederbringlich verloren zu gehen. Wir planen daher eine umfangreiche Instandsetzung der Gesamtanlage über viele Jahre. Die dringendsten baukonstruktiv notwendigen Arbeiten sollen nun mit Hilfe einer 50%- Förderung von Bund und Land in Angriff genommen werden.

Wir planen:

  • Baugrundverbesserung Treppenturm Nordwestseite
  • Maßnahmen im Gründungsbereich Fürstenflügel
  • Wiederaufbau und Reparatur schadhafter Natursteinwände
  • Spezialverfahren (Vernadeln und Verpressen der Risse, Anker)
  • Injektage von Hohlräumen
  • Konstruktive Instandsetzung Fachwerk Fürstenflügel (Reparatur der tragenden Holzkonstruktion am Fachwerk, Dachstuhl und Deckenbalken)
  • Fassadensicherung Fürstenflügel (Reparatur der Gefache, Witterungsschutz durch Fenster)
  • Maurerarbeiten an tragenden Innen- und Außenwänden (Sicherungsarbeiten, Verputzen der Gefache)

Kosten von ca. 200.000,- € wurden dafür veranschlagt. Die Fördergelder für die Hälfte der Baukosten konnten bisher nur mündlich in Aussicht gestellt werden.

Wir haben uns über das rege Besucherinteresse zum Tag des offenen Denkmals gefreut und hoffen auf weitere rege Unterstützung bei den bevorstehenden Projekten.

Familie Koenitz